
Ein Bisschen mehr Freude,
weniger Streit,
etwas mehr Güte,
weniger Neid,
auch viel mehr Wahrheit immerdar,
und viel mehr Hilfe bei Gefahr,
ein Bisschen mehr wir,
weniger ich,
ein Bisschen mehr Kraft,
nicht so zimperlich,
und viel mehr Blumen während des Lebens,
denn auf Gräbern sind sie vergebens.
(unbekannt)

Womit ihr uns eine Freude könnt machen?
Da gäbe es sicher viele Sachen
doch das hat noch Zeit bis zum großen Fest,
welches bis ... auf sich warten lässt.
(Melanie Krebs)

Es trifft sich heute vor dem Altar,
ein nun schon etwas ält`res Paar.
Lange laufen sie in wilder Jahre,
Hand in Hand durch Lebendjahre.
Ihr könnt getrost in die Zukunft schauen.
Stein auf Stein war`n sie am bauen,
zwei Menschen die sich endlich trauen.
(Andrea und Moni)

Endlich - endlich ist es Frühling geworden
und ich komme mir wirklich vor
wie ein Baum, der Knospen treibt.
Ich sehe nun endlich das Leben vor mir liegen -
in Schönheit und Freiheit,
nur die letzten Schranken gilt es noch einzurennen
und sie sollen und müssen fallen ...
Es macht vor allem deine Liebe
und dass ich jetzt endlich einmal fühle,
was Glück ist - da blüht dann auch alles andere auf.
(Franziska Gräfing Reventlow)

Du bist mir mehr als sonst einer
mir was oder sein könnte...
Ich glaube nicht, dass jemand sich
eine exklusive Liebe vorstellen könnte,
zärtlicher, oder reiner,
als ich sie für dich habe.
Ich glaube, sie ist unsterblich,
das ist etwas Seltenes.
(Vita Sackville-West)

Nun, fass die Luft zärtlich,
Und den Besen schwing hoch,
Wir entstauben die Berge,
Waschen den Himmel auch noch.
Und ich liebe dich so lange
Wie der Pflug Furchen setzt,
Und Dennoch heißt Immer,
Und Immer heißt Jetzt.
(William Jay Smith)

Geht gemeinsam froh durchs Leben,
um dem Dasein Sinn zu geben.
Habt Geduld und viel Verständnis,
denn dann kommt Euch die Erkenntnis,
dass die ganze schöne Welt
Liebe nur zusammenhält.
Alles wird Euch dann gelingen
und Euch so viel Freude bringen
dass kein Unglück Euch erreicht,
denn die Liebe macht´s Euch leicht,
Schweres leicht zu überwinden
und das große Glück zu finden.
(unbekannt)

O Liebe, die dies Paar verbindet,
gib, dass es stets das Glück empfindet,
womit du seine Treu belohnt!
Gib, das bei langem Wohlergehen,
die Anmut der zufriedenen Ehen
in dieses Paare Ehe wohnt!
O Liebe, die dies Paar vermählet,
mach ihr Vergnügen täglich voll,
dass man von ihrem Glück erzählet,
Wenn man was Großes nennen soll.
Lass sie der hohen Häuser Freude,
lass ihre Wohlfahrt ungemein,
und dies so verdiente Beide,
ein Bild vollkommener Ehe sein.
Die stärksten Zweifel sind gehoben.
Wer liebt, ist allemal zu loben;
wer liebt, kann stets zufrieden sein,
und ohn´ erst den Kaffee zu fragen,
kann ich, o Braut, es sicher wagen,
und tausend Glück dir prophezeihen.
(unbekannt)

Mit Dir will ich bauen
an unserem gemeinsamen Leben,
nicht an etwas Leerem,
sondern mit offenem Blick zur Welt.
Mit Dir will ich bauen
an einem Zuhause
für Dich und für mich,
für unsere Kinder,
und für jeden, der unseren Weg kreuzt,
einen Platz, wo Wärme und Ruhe für viele ist.
Mit Dir will ich bauen
an einem vielseitigen Zusammenleben,
wo jeder, welche Hautfarbe, Sprache
oder Überzeugung er auch hat,
zusammen mit anderen
glücklich sein darf.
Mit Dir will ich bauen
an einer Welt, wie Gott sie sich erdacht hat.
(unbekannt)

Gott sei Dank, sie haben sich!
O wie lieblich, o wie schicklich,
sozusagen herzerquicklich,
ist es doch für eine Gegend,
wenn zwei Leute, die vermögend,
außerdem mit sich zufrieden,
aber von Geschlecht verschieden,
wenn nun diese, sag ich, ihre
dazu nötigen Papiere,
sowie auch die Haushaltssachen
endlich mal in Ordnung machen
und in Ehren und beizeiten
hin zum Standesamte schreiten,
wie es denen, welche lieben,
vom Gesetze vorgeschrieben,
dann ruft jeder freundlich:
"Gott sei Dank, sie haben sich!"
(Wilhelm Busch)

Gerne schlief ich schon früher ein,
doch mein Herz, vor lauter Frohlocken,
dass die holde Geliebte mein,
läutet Sturm mit allen Glocken.
Gerne hätt´ ich noch länger geruht,
aber im Kopfe begann zu lärmen
eine tolle Gedankenbrut,
früh wie Bienen hinauszuschwärmen.
Nichts als Verse und sehnendes Leid
schafft dies einsam nächtliche Wachen.
Oh, es ist Zeit, es ist hohe Zeit,
endlich ein End´ und Hochzeit zu machen
(unbekannt)

Die Heirat ist die Vereinigung zweier göttlicher Wesen
damit ein drittes auf Erden geboren werden kann.
Sie ist die Vereinigung zweier Seelen
in einer starken Liebe zur Aufhebung der Isolation.
Sie ist jene höhere Einheit,
welche die getrennten Einheiten
innerhalb zweier geistiger Wesen verschmilzt.
Sie ist jener goldene Ring in einer Kette,
deren Ende Ewigkeit ist.
Sie ist der makellose Regen,
der von einem unbefleckten Himmel herab fällt,
um die Felder der göttlichen Natur
zu befruchten und zu segnen.
Wie der erste Blick der Augen des Geliebten
einem Samenkorn gleicht,
das in ein menschliches Herz gesät wird,
wie der erste Kuss ihrer Lippen einer Blüte
am Zweig des Lebensbaumes vergleichbar ist.
So gleicht die Vereinigung zweier Liebenden in der Vermählung
der ersten Frucht der ersten Blüte jenes Samenkorns.
(unbekannt)

Ehestand der Freude
Lasset uns scherzen blühende Herzen,
lasset uns Lieben ohne Verschieben,
lauten und Geigen sollen nicht schweigen,
kommet zum Tanze, pflücket vom Kranze.
Drücket die Hände legt euch zum Ende
gebet euch Küsse, tretet die Füße,
machet euch fröhlich, machet euch ehrlich,
lasset die Namen einsam verharren.
Ehrlich zu werden dient der Erden,
ledige Leute mangeln der Freude;
jeder muss sterben, machet euch Erben
eurem Gute, Namen und Blute.
(unbekannt)

Dass der Himmel Euch bewahre
weiterhin vor Not und Sorgen.
so wie gestern, so auch morgen,
übermorgen ,immerdar,
wünsche ich dem Jubelpaar.
(unbekannt)

Das Eherezept
Der Herr im Haus, wie man´s versteht,
ist der wohl, der die Hosen trägt.
Doch ist es heute schwer zu sagen,
da beide ja jetzt Hosen tragen.
Um eine Ehe zu erhalten,
um sie harmonisch zu gestalten,
geb´ ich der Frau den guten Rat,
mit Vorsicht: Sei ein Diplomat.
Da wir es ja schon oft geseh´n
und es schon 1000-mal gescheh´n,
die Ehe dabei scheitern kann,
wo man das Recht entzieht dem Mann.
Du Frau bist ja dafür geschaffen,
aus einem Haus ein Heim zu machen.
Und bist du klug, verstehst du´s dann
durch List zu fesseln deinen Mann.
Du Frau sollst dich dem Manne fügen,
ihn dann mit deinem Charme besiegen;
die Zärtlichkeit ist dein Gewinn,
sie wirkt auf ihn wie Medizin.
Es kann dir nur zum Vorteil sein,
flößt du ihm diese Droge ein.
Du kluge Frau, dann mit Bedacht,
gib auf das Barometer acht.
Zeigt es wohl ein Gewitter an,
mach schleunigst aus dem Weg dich dann.
Nimm Anteil dann an seiner Klage
und unterlasse nie die Frage:
wie er den Arbeitstag verbracht
und dass du oft an ihn gedacht.
Willst du ihn dann auch mal bestechen,
lass ihn nie fühlen seine Schwächen.
Lass ihn erkennen durch ´ne List,
dass er der Herr im Hause ist.
Sei nie bestrebt in dem Gelingen,
den Mann stets in die Knie zu zwingen.
Eins willst du nicht um alle Welt,
einen Mann dann als Pantoffelheld.
Wahr´ das Geheimnis einer Frau,
trag deine Blöße nie zur Schau,
so wird die Neugier ihn bezwingen
und er wird eifrig um Dich ringen.
Zum bösen Spiel erlern das Lachen,
freundliche Miene auch zu machen,
befolge diesen guten Rat,
so macht´s genau ein Diplomat.
Nun Mann, lass auch der Frau ihr Recht,
da sie gehört zum schwachen G´schlecht.
Lass sie darunter doch nicht leiden,
so wirst du manchen Streit vermeiden.
Und sag ihr oft, dass du sie liebst,
dein Leben wohl für sie auch gibst.
Vor Eifersucht sollst sie verschonen,
dafür wird sie dich belohnen.
Vermeide jeglichen Verdruss,
leb mit der Frau auf gutem Fuß.
Und das es auf die Dauer hält,
erhöhe ihr das Haushaltsgeld.
Sag nie, dass faltig ihr Gesicht,
ja, so etwas verzeiht sie nicht.
Wird deine Frau auch älter dann,
treu bleib ihr stets als Ehemann.
Lass dich von keiner dann berauschen,
sie für ´ne Junge einzutauschen.
Sie ist dir mehr als nur ´ne Frau,
was sie wohl tut, du weißt´s genau.
Dies alles dann für wenig Geld,
macht sie zur besten Frau der Welt.
Dass sie auch Krankenschwester ist
und Koch, im Falle, du vergisst´s,
hilft dir so manche Bürde tragen;
Mädchen für Alles, sozusagen.
Nun, das Rezept wird sich bewähren,
bei dem, der es gebraucht in Ehren,
da Eheglück und Einigkeit -
stets beruht auf Gegenseitigkeit!
(unbekannt)

Der Plolterabend
Es ist allgemein bekannt,
trampelnd kommt der Elefant
und zerbricht das Porzellan,
hält auch vor dem Glas nicht an.
Was er hinterlässt ist Stück-
werk und bringt niemand Glück.
Anders ist´s wenn Nachbars Peter,
Hinz und Kunz, kurzum ein jeder,
Teller, Töpfe, Kannen, Tassen
statt sie im Regal zu lassen,
fröhlich oder tief bewegt
vor des Brautpaars Tür zerschlägt.
Dies wird Ihnen gar nicht wehren,
sondern emsig Scherben kehren,
bis ein Haufen sich erhebt,
der stracks in den Himmel strebt.
Als vor vielen hundert Jahren
uns´re heidnischen Vorfahren
noch an böse Geister glaubten,
die dem Heim den Frieden raubten,
jagten Sie mit Schimpf und Schreck,
diese argen Trolle weg.
Mit Gepolter und Getöse
kämpfen Sie gegen das Böse.
So liegt denn ein tiefer Sinn,
in dem Polterabend drin.
Böses weiche von der Schwelle,
Gutes nahe, Licht und Helle.
Viele Scherben wünschen wir
deshalb liebes Brautpaar, dir.
(unbekannt)

Wie uns seit Urzeit die Erfahrung lehrt,
wird die Frau vom Mann - und umgekehrt - begehrt,
denn selbst in der Bibel heißt es, ganz zweifelsfrei:
Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei!
Nun ist es auch bei euch soweit,
dass die Ringe habt getauscht ihr heut.
Somit seid ihr für alle wahrnehmbar,
ein stolzes glückliches Ehepaar!
Doch kommt trotz Liebessonnenschein,
die Harmonie nicht von ganz allein.
Um das Glück zu halten, lang und ganz,
braucht es Wertschätzung und Toleranz.
Eure Liebe sollte vor allen Dingen,
euch stets einander näher bringen.
Vermeidet Kümmernis und Leid,
habt immer füreinander Zeit.
Tragt zusammen alles, mit Verständnis füreinander,
wagt gemeinsam alles, mit Achtung voreinander.
Man könnte euch noch vieles raten, für ein Leben ganz im Glück,
doch besser ist es, ihr probiert es selber, Stück für Stück!
Das alles wollen wir euch wünschen, Jahr für Jahr,
kurz, seid ein gutes Ehepaar!
(unbekannt)

Geht gemeinsam froh durchs Leben,
um dem Dasein Sinn zu geben.
Habt Geduld und viel Verständnis,
denn dann kommt Euch die Erkenntnis,
dass die ganze schöne Welt
Liebe nur zusammenhält.
Alles wird Euch dann gelingen
und Euch so viel Freude bringen,
dass kein Unglück Euch erreicht,
denn die Liebe macht´s Euch leicht,
Schweres leicht zu überwinden
und das große Glück zu finden.
(Andrea Gösweiner)

Wir gratulieren von ganzem Herzen,
Euch heut zu Eurem Hochzeitstag
und wünschen Euch Friede, Glück und Segen,
dass Eure Liebe Früchte trag.
Zwei Menschen haben sich gefunden,
verbunden sich für alle Zeit,
sie woll´n des Alltags Sorgen tragen
in Liebe und Beharrlichkeit.
Wenn so zwei junge Menschenherzen
in Treu vereint durchs Leben geh´n,
dann werden sie im Lebenskampfe
das Schicksal meistern und besteh´n.
Der schönste Tag in Eurem Leben,
er mag für Euch der heut´ge sein,
und Euer Wunsch mög´ sich erfüllen:
Ein trautes Heim mit Sonnenschein.
Drum wünschen wir Euch alles Gute
auch für die Zukunft. Wo Ihr seid,
mög´ Euch der Herrgott stets beschützen,
vor Kummer, Not und allem Leid.
(unbekannt)

Die Hochzeitsnacht
Seit Tagen war das Paar aktiv,
wohl selten, dass man soviel lief.
Es gab zu machen und zu klären,
man schuftete zu eignen Ehren.
Die Aufregung kam noch dazu,
man hatte kaum mehr seine Ruh’.
Vor Stress mit einem Bein im Sarg,
steht vor der Tür der große Tag.
Man lässt ihn rein und auch die Gäste,
gefeiert wird das große Feste.
Getanzt, geredet und getrunken,
zum Abschied jedem zu gewunken.
Nun hat man endlich es geschafft,
die Gäste weg, sich aufgerafft,
den Feiertag jetzt zu beenden,
er trägt sie kraftlos auf den Händen.
Das Ziel, es ist das Hochzeitsbett,
schön dekoriert, nett und adrett,
nun steht bevor die Hochzeitsnacht,
doch es kommt anders als gedacht.
Die Füße platt, der Kopf ganz leer,
Arme und Beine sind so schwer,
die Augen rot und blass die Backen
und steif ist bestenfalls der Nacken.
Wer denkt denn jetzt noch an Verkehr?
Man(n) möchte und kann auch nicht mehr.
Der Wunsch ist nur noch einzuschlummern,
und sich um gar nichts mehr zu ku(e)mmern.
Doch morgendlich erwacht man dann
als Ehefrau und Ehemann,
man schaut verliebt und auch verträumt
und holt schnell nach, was man versäumt’.
Wer hat sich das wohl ausgedacht,
den Mythos von der Hochzeitsnacht?
Der Zeitpunkt, es sich zu besorgen,
ist nicht die Nacht, es ist der Morgen!
(Marc Seifert)
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