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Hennafest

04.11.2010
Hennafest

Traditionell nimmt die Braut am Tag vor der Hochzeit(sfeier) nicht nur ein Bad, sie lässt sich auch im Kreis der Familie und vieler Freunde Hände und Füße mit Henna bemalen -für Glück in der Ehe.

Natürlich muss sich die Braut dafür schon mal hübsch machen und ein tolles Kleid - eine Tektschita zB - anziehen.

So erging es auch mir.

Ich durfte meine Tektschita (marokkanisches Festkleid mit Gürtel) anziehen und wurde auf einen speziell vorbereiteten Platz komplimentiert.

Dann wurden auf dem Tisch vor mir mehrere Eier, Henna-Blätter, Milch und Zucker (in Alufolie eingeschlagen) drapiert...alles als Zeichen für gute Wünsche und Glück.

Dann kamen nach und nach immer mehr Frauen in den Raum. Mein Mann war beschäftigt mit den Vorbereitungen für die Feier am nächsten Tag.

Schließlich kam auch die Henna-Künsterin und es konnte losgehen.

Zunächst einmal wurden die Eier verziert - mit unseren Namen.

Dann gings los. Ich hatte mir bereits im Internet eine Zeichung ausgesucht, die ich gerne haben wollte. ALs sie diese dann sah, meinte sie, dass das genauso nicht gehen würde, aber sie würde es als Model nehmen....

Nun ja, wie ich es wollte, wurde nur der Mittelfinger und die Handfläche bemalt, die übrigen Fingerspitzen wurden auch verziert. Nur das Motiv war anders - aber was solls.

Wie einige sicher wissen, Henna macht kalt - wo es auf die Haut kommt.

Ich hatte also schnell kalte Hände, mit denen ich nicht berühren durfte, um die aufgetragene Hennapaste nicht zu verwischen.

Nach den Händen kamen dann auch noch die Füße dran (Bilder im Fotoalbum).

Als ich dann fertig verziert war, kamen die anderen jungen Frauen und Mädchen dran.

Schließlich gab es auch etwas zu essen.

Nur ich konnte nix essen, da ich ja nix anfassen konnte - und mein Mann, der mich füttern sollte - war noch unterwegs.

Aber als dann alle fertig waren und ich fast alleine in dem Zimmer zurück blieb - das Fest war also zu Ende - da kam mein liebster Ehemann und auch ich bekam etwas zu essen :D

Bald darauf sind wir in unser Domizil zurück gekehrt um etwas zu schlafen - schließlich sollte der nächste Tag besonders lang und anstrengend werden.

 

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Antje und Said