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Wo wir sind ist immer was los...

15.07.2011
Wo wir sind ist immer was los...

... und wenn es nur der Auspuff ist.

Am Mittwoch sollte es in aller Frühe nach Kerpen gehen, um das Brautkleid zu ändern und abzuholen. Pünktlich um 7 Uhr begann für Alica und Ayline die Mission "Brautkleid". Das diese Fahrt nach Kerpen bereits nach 45 Minuten ein Ende finden sollte, haben wir bei unserem nahezu perfekten Zeitplan nicht einkalkuliert.

Während wir auf der Autobahn fuhren bemerkten wir - zeitgleich mit dem Einsetzen des Regens - ein merkwürdiges Geräusch. Nachdem wir cirka 5 Minuten darüber diskutiert haben, woher denn dieses Geräusch käme, einigten wir uns darauf, dass es der Regen ist der im Radkasten rasselt, drehten die Musik auf - um das störende Geräusch zu ignorieren - und quasselten fröhlich weiter. Erst 10 Kilometer später, hat uns ein hilfsbereiter Autofahrer durch dichtes Auffahren, penetrantes Aufleuchten und Nutzen des Warnblinkers so lange belästigt, bis wir freiwillig die Autobahn verlassen haben und endlich festgestellt worum es sich bei dem Geräusch handelt. Da stimmt was nicht mit dem Auspuff. Super, das ist ja ein klasse Start in den Tag."Ist heute zufällig Freitag, der 13.?" - "Nein. Aber Mittwoch, der 13.!"

Zwei Mädels alleine mitten irgendwo im Nirgendwo. Nicht sicher, ob wir weinen oder lachen sollten, fragten wir uns, ob wir überhaupt Mitglied im ADAC sind. Da wir beide keine Ahnung hatten, gab's es nur noch eine Lösung: Wir müssen einen Mann um Hilfe fragen. In diesem Fall: Patrick! Wir klingelten ihn aus dem Bett und dieser machte sich ein wenig verschlafen mit seinem Auto auf den Weg. Wir schnappten uns bei seiner Ankunft SEIN Auto und setzen unsere Reise fort, denn wir gaben die Hoffnung nicht auf eventuell doch noch pünktlich anzukommen. Patrick war so freundlich und wartete geduldig auf den ADAC und fuhr mit dem provisorisch reparierten Auto zur Werkstatt.

Obwohl es der 13. war, verlief der Rest des Tages doch noch relativ reiblungslos. Mit cirka 30 Minuten Verspätung kamen wir in Kerpen an und es ging gleich zur ersten Anprobe. Nachdem das Kleid abgesteckt wurde, verbrachten wir die Zeit während der Änderung mit ein wenig Shopping und ein paar Stunden Erholung in der Sauna. Nach drei weiteren Anproben ging's dann um 19 Uhr endlich in Richtung Heimat, wo wir dann um 21 Uhr müde ankamen. Was für ein Tag! Mission geglückt.

An dieser Stelle nochmal vielen, lieben Dank an Patrick- unser Held des Tages! Danke auch an alle für die netten und originellen Tipp's und Aufmunterungsversuche ("Alte indianische Weisheit: Wenn auf dem Weg zum Kleid, der Auspuff abfällt, bedeutet das Glück in der Ehe.", "Das kann ja nur euch passieren.", "Wo ihr seid ist immer was los!" oder "Strumpfhose ausziehen und festknoten"). Und natürlich unbekannterweise ein großes DANKE an den netten Autofahrer, denn ohne ihn wären wir sicherlich bis nach Kerpen gefahren, bevor wir bemerkt hätten, dass sich der Auspuff selbstständig gemacht hat.

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Ayline und Uli