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Unser Hochzeitstag

19.09.2009

Heute habe ich die letzte Nach vor der Hochzeit bei meiner Mutti verbracht. Am Abend davor haben wir noch zusammen Prosecco getrunken, damit wir beide besser Schlafen konnten, weil die Aufregung war schon deutlich spürbar.

Aufgewacht bin ich am 19.9.09 um 5:50 Uhr... eigentlich nicht so ungewöhnlich, weil ich ja sonst auch immer um 6 Uhr aufstehe... geschlafen hatte ich auch gut... obwohl es ungewohnt war nicht daheim bei Armin zu schlafen. Wir haben dann von 6:00 bis 6:30 noch telefoniert und haben uns dann an unseren Tagesplan gemacht.

Ich bin aufgestanden und hab mal brav die Haare gewaschen, weil ich von meiner Friseurin Tanja angewiesen wurde das noch kurz vorher zu erledigen.

Dann folgte ein kleines Frühstück mit meiner Mutti und dann war Tanja schon da.

Wir verzogen uns ins Bad und sie begann meine Haare feinsäuberlich Strähne für Strähne mit dem Lockenstab einzudrehen und kunstvoll hochzustecken. Das Diadem wurde auch in die Frisur eingebaut und nach kurzen 3 Stunden war ich inklusive tollem Make up komplett fertig.

Dann hatten meine Mutti und ich noch 15 Minuten Zeit um mich in mein Brautkleid zu stecken... ab diesem Moment wurde ich richtig nervös... mir war kalt und ich zitterte am ganzen Leib... und dabei hab ich mich sooooooo gefreut endlich auf Armin zu treffen.

Dann war Armin schon da und meine Mutti positionierte sich um gleich ein Foto von Armin's Gesichtsausdruck zu machen, wenn er mich das erste Mal im Brautkleid sieht...

Wir waren beide ziemlich nervös und überwältigt in diesem Moment. Aber dafür war nicht lange Zeit, weil wir mussten ja sofort zum Fotographieren ins Schloss Puchberg aufbrechen. Meine Friseurin Tanja kam mit um nach dem Rechten zu sehen, damit auch alle Locken richtig sitzen würden und weil Armin so nervös war übernahm sie gleich noch die Rolle des Chauffeurs ;)

Angekommen im Schloss Puchberg lernten wir unseren Fotographen Martin und unsere Kameramänner Franz und Kristof kennen. Sie brachten uns die ganze Zeit zum lachen und lockerten somit unser Stimmung sehr auf.

Das Fotoshooting war richtig lustig und es sind hoffentlich auch tolle Fotos entstanden. Das Wetter war traumhaft... nur blauer Himmel und Sonnenschein :) da musste man ja auf jedem Foto mit der Sonne um die Wette strahlen. Unsere Tanja half uns das ganze Fotoshooting wo sie nur konnte und wir sind ihr so dankbar dafür. Sogar einen Picolo Sekt hat sie uns besorgt, damit wir auf den Fotos auch auf unser Glück anstoßen konnten.

Dann kamen wir zurück zum Haus meiner Mutti und dort herrschte bereits reges Treiben. Luftballons wurden zum Standesamt gebracht und die Leute machten sich auch selbst schon auf zum Standesamt. Nur ich die Braut blieb noch bei Mutti zuhause. Tanja und mein Bruder Ronald mein erster Brautführer und Hochzeitsautochauffeur hielten mit mir die Stellung.

Tanja machte mir dann noch mal die Haare mit dem Lockenstab so richtig in Form und schminkte mich nach. Ronald hielt mir daweil das nervöse Händchen. Mein Gelübte hatte ich schon meiner Mutti mitgegeben, damit ich es nicht vergessen konnte. Um 13:50 brachen wir dann mit dem Hochzeitsauto Richtung Standesamt auf. Wir waren natürlich dann noch viel zu bald beim Standesamt und alberten noch mit den Fotographen und Kameraleuten herum, die am Eingang auf uns gewartet hatten. Um 13:58 machten wir uns dann auf den Weg in das Standesamt hinein, wo ich dann auf die Einzugsmusik wartete. Als der Canon in D von Pachabel dann erklang warteten Ronald und ich noch eine Minute um das ganze etwas spannender zu machen, bevor wir dann die Stiege hinauf in den Trauungssaal in Angriff nahmen. Wir schritten die Stiege hinauf und beim Stiegenende wartete mein Opa auf mich, der mich dann als Brautführer zu meinem zukünftigen Ehemann brachte. Natürlich konnte ich mich vor lauter Rührung schon beim hineingehen nicht zurückhalten und die Tränen begannen zu rinnen...

Die Standesbeamtin begann mit einer schönen Rede und danach kam dann das Gedicht von Armin's Trauzeugen Roland. Danach war ich mit meinem Eheversprechen an der Reihe. Ich schaute Armin in die Augen und fing an mein Eheversprechen vorzutragen. Vor lauter Rührung musste ich leider ein paar kleine Pausen einlegen, weil die Tränen rannen einfach und machten was sie wollten. Aber ich hatte alles herausgebracht was ich sagen wollte.

Danach brachte Armin sein Eheversprechen, nach dem Refrain von Silbermond's Das Beste sagte er mir wie sehr er mich liebt J Wir waren beide sehr glücklich nachdem wir uns beide das Eheversprechen gegeben hatten. Danach kam das offizielle Eheversprechen, der Ringwechsel und die Unterschriften. Zum ersten mal mit dem neuen Namen: Natalie Kuppek

Nach schönen Schlussworten unserer Standesbeamtin war die Trauung auch schon zu Ende. Danach hatten wir einen Ballonstart geplant und die Hochzeitsgäste machten sich auf zum Vorplatz...

Wir kamen runter auf den Vorplatz des Standesamtes und dort hatten sich schon alle unsere Gäste in einer Spalier aufgestellt um uns mit einem Ballonstart zu empfangen. Zusätzlich wurden wir mit Reis bombardiert, aber das soll ja bekanntlich Glück bringen... Dann hatten wir unseren ersten Sektempfang... total glücklich nahmen wir die ersten Glückwünsche der Hochzeitsgäste entgegen und genehmigten uns das eine oder andere Gläschen Sekt. Das Wetter war so traumhaft schön, dass uns sogar total heiß wurde und einige sich sogar in den Schatten zurückzogen.

Nachdem der Sekt ausgetrunken war kündigten Armin und ich an, dass jetzt der Konvoi zum Kinski wo die Hochzeitsfeier stattfinden sollte, anstehen würde. Unser Chauffeur und mein Bruder Ronald geleitete uns in den Wagen und wir fuhren unter lautstarkem Hupen quer durch Gunskirchen und dann nach Lambach.

Als dann alle Gäste im Kinski angekommen waren gab es den zweiten Sektempfang, wobei wir dort auch die großzügigen Geschenke unserer Hochzeitsgäste entgegennahmen. Nachdem ich seit der Früh nichts gegessen hatte freute ich mich schon wahnsinnig auf unser Hochzeitsmenü und nachdem wir mit allen auf unser Glück angestoßen hatten, begaben wir uns auch schon auf unsere Plätze in der Herzogstube.

Armins Vater hatte eine schöne Rede für uns vorbereitet, die wir uns auch gerne anhörten ;) Danach folgte das leckere Hochzeitsmenü. Ich aß den Fisch und Armin gönnte sich die Schweinsmedaillons. Wir hatten viel Spaß und es war sehr lecker...

Nach dem Essen hatten wir den Hochzeitswalzer eingeplant und davor kam noch die Rede meiner lieben Freundin und Trauzeugin Birgit. Auch von Ihrer Rede waren wir mehr als überwältigt und die Momente werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Beim Hochzeitswalzer kam die erste Panne, denn mein Laptop wollte den Walzer, den wir uns ausgesucht hatten nicht abspielen. Nachdem Andi und Armin mit vereinten Kräften auch dieses Problem aus der Welt geschafft hatten, begannen Armin und ich unseren Tanz. Ich muss zugeben ich bin mir mehrmals auf mein Kleid gestiegen und wir hatten auch schon bessere Tage was das Tanzen angeht... aber anscheinend hat man nichts von unseren Patzern bemerkt ;)

Nach dem Walzer wurde noch ein wenig weitergetanzt... danach begaben sich Armin und ich auf den Weg um mit allen unseren Gästen wenigstens ein paar Wörter wechseln zu können. Der Tag verging ja wie im Fluge und da mussten wir uns ranhalten.

Auch das Braut stehlen hatten meine Freundinnen geplant, damit die Freunde des Bräutigams gar nicht mehr dazu kommen würden. Wir zogen uns in die Galerie im Kinski zurück und tranken ein paar Gläschen Sekt auf Kosten des Bräutigams... um mich auszulösen musste Armin den Sekt von meinem Füßchen trinken... was er auch anstandslos machte...

Danach kam endlich die Torte und alle Leute konnten ihren Hunger auf Süßes stillen. Nach dem anfänglichen großen Andrang war die Torte auch schnell zusammengegessen und freigiebig wie wir waren stellten wir auch die oberste Torte zur Verfügung, obwohl wir die ursprünglich aufheben wollten. Und es stellte sich schnell heraus, diese Sorte war die allerbeste ;)

Später absolvierten wir noch das Brautstraußwerfen mit dem extra dafür bereitgestellten Wurfstrauß. Die glückliche Fängerin war meine Schwester Corinna, obwohl sie in dem Moment gar nicht so glücklich aussah J aber das war wohl der Schock ;)

Natürlich hatten wir nicht damit gerechnet, dass der Brautstrauß noch gestohlen werden durfte, wenn er eigentlich schon geworfen worden war. Aber da wir ja vorsorglich einen Wurfstrauß besorgt hatten, war der echte Brautstrauß ja weiterhin auf der Feier verfügbar. In einem unachtsamen Moment wurde mir der Brautstrauß dann auch von den Freunden des Bräutigams entwendet... Ich muss sagen da habe ich mich schon ein wenig geärgert, weil ich ja extra versucht hatte den ganzen Tag selbst darauf aufzupassen bzw. jemanden darauf aufpassen zu lassen... aber na ja Pech gehabt...

Jedenfalls hatten sie die Jungs mit dem Strauß an die Bar zurückgezogen und überlegten, was ich als Strafe dafür dass ich meinen Strauß so schmählich vernachlässigt hatte, machen müsste. Sie kamen dann zu dem Schluss, dass ich für Armin ein selbstgedichtetes Lied nach der Musik von „Weilst a Herz hast wia a Bergwerk" singen musste. Nach ewigem Herumüberlegen sang ich auf dem Esstisch stehend für Armin mein Lied und siehe da ich bekam auch meinen Brautstrauß wieder zurück...

Nach der Brautstrauß Aktion wurde es dann etwas ruhiger in der restlichen Hochzeitsgesellschaft und auch die Braut wurde langsam seeeeeeeeeeeehr müde. Auch wenn wir noch durch die Mitternachtsjause fit gehlaten worden waren... irgendwann war ich dann totaaaaaaaal fertig.

Armin und ich brachen dann nach Hause auf und mein Bräutigam schaffte es auch noch irgendwie mich über die Schwelle zu heben... aber als Glanzleistung kann man das ganze nicht bezeichnen.... ;)

In unserem Schlafzimmer wartete auch noch eine nette Überraschung auf uns... das Bett war über und über mit Rosen übersäht und eine Flasche Schlumberger wartete darauf geöffnet zu werden... wurde sie aber nicht mehr ;) denn schließlich wollten wir auch noch ein bisschen Schlaf bekommen...

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Natalie und Armin