Über uns

Liebesgeschichte 

Mein Umzug von Graz nach Salzburg stand knapp bevor. Endlich! Der Start in ein neues Studium, in eine neue Umgebung – ein neues Leben!
Naja…nach außen hin euphorisch und innen drinnen unsicher, wie jemand der nach 20 Jahren Skiabstinenz wieder auf den Brettern steht oder verängstigt wie ein Eichhörnchen, das beim Überqueren der Straße vor Schreck stehen bleibt, als es merkt, dass ein Auto auf es zurast …

Um also meinen Start in eben besagtes neues Leben zu erleichtern, beschloss ich, vorneweg schon mal Leute aus Salzburg kennen zu lernen. Und das geht halt dann doch nicht soo einfach wenn man noch in Graz rumsitzt. Was also tun? Nur gut, dass ein gewisses soziales Online-Netzwerk, die mit dem weißen f auf blauem Grund, die Möglichkeit des Online-Datings offerierte. Kaum eine Stunde angemeldet hatte ich schon knappe 30 Nachrichten in meinem Posteingang und war überfordert. Zumal man als Nicht-Premium-Mitglied auf keine Nachricht antworten konnte. So wurde also gut die Hälfte der Nachrichten ohne weitere Beachtung gelöscht, da keine externe Kontaktmöglichkeit angegeben war. Und leider waren wohl anscheinend nur die Typen klug genug, mir ihre Kontaktdaten fürs Soziale Netzwerk zu übermitteln, die leider außer Grips in der Birne optisch so gar nichts zu bieten hatten. Und bei so einer Online-Dating-Sache zählt ja wohl auch die Optik, oder?

Und da war dann doch einer, mit Grips, der Optik und seinem Namen in der Nachricht. Der Wolfgang. Dem mein Profilbild so gut gefiel. Gut Wolfgang – hier bin ich! Wie wärs mit kennen lernen?

Das mit dem Kennenlernen verlief dann die erste Woche digital. Dafür sehr intensiv. Dieser Wolfgang nahm sich immer, wenn er (als Servicetechniker) im Auto saß, die Zeit, mich anzurufen. Immer. Und ich fand es süß. Und unterhaltsam. Und sehr, sehr lustig.
Ein Date für das kommende Wochenende wurde arrangiert – „Ich muss dich treffen“..blablabla…na gut…

Der Schritt vom Digitalen ins Analoge Leben war dann doch leichter gesagt als getan. Online und digital lade ich einfach ein photogeshoptes Bildnis meiner selbst, wahlweise eines der Besten zur Verfügung stehenden als Profilbild hoch und wartet auf Nachrichten potenzieller, zukünftiger Lebensabschnittspartner.

Analog gestaltet sich dieses Kennenlernen schwieriger, zumindest für uns Mädels, denke ich. Dieser Samstag war regnerisch, also musste das geplante Kleid im Schrank hängen bleiben. Die Haare zu glätten konnte ich auch vergessen – ich hätte bestimmt keine 5min nach Verlassen des Hauses Locken und die Sandalen, die mein Outfit so dermaßen gut abgerundet hätten, mussten gegen Gummistiefel getauscht werden…Grrrr…und ich dachte dieser Salzburger Schnürlregen sei bloß ein Gerücht.

So musste ich also meinem potenziellen zukünftigen Freund in Jeans, Stiefeln und mit einem Pferdeschwanz entgegen treten. Ihm schien nicht aufzufallen, welchen Strick mir die salzburgerische Wetterlage gedreht hatte und holte mich sehr pünktlich zum Frühstücken ab.

Auf dieses Samstag-Vormittagsdate folgten noch 2-3 weitere Treffen in der darauffolgenden Woche bis wir schließlich am Sonntag, 1 Woche nach unserem ersten Date beschlossen, es hätte eh keinen Sinn mit wem anderen, wir sollten einfach zusammen kommen. Montag darauf zog ich bei ihm ein…

Heiratsantrag 

Wolfgang hat mir den Heiratsantrag am 29.05.2014 in Paris am Montmartre gemacht, auf einer Parkbank zusammen mit einer Flasche Crémant und einem wunderschönen Diamantring.
Wer kann da schon Nein sagen ;)
Tusnelda und Gustav